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Beratung für nachhaltige Landnutzung |
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Anbau-, Innovations- und Betriebsberatung – Konzeptentwicklung – Gesamtplanung |
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Betriebe – Beispiele und Vorbilder
Meine Arbeit ist durch die eigenen Erfahrungen sowie Vorbilder geprägt. Ich habe seit 1988 eine große Anzahl Betriebe und Personen besucht, denen die Nachhaltigkeit in der Landnutzung ein Anliegen ist. Sie sind und waren mir eine große Inspirationsquelle. Bei den genannten habe ich eine oft jahrzehntelange solide Arbeit und ein überzeugendes Konzept vorgefunden, das mich überzeugt hat. Sie illustrieren damit die vielfältigen Wege, den Mustern der Natur zu folgen, ohne die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren.
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Sepp Braun führt einen 45 ha Bioland-Betrieb südlich von Freising (bei München). Auf den ersten Blick ist der Hof nicht von konventionellen Nachbarn zu unterscheiden. Der Unterschied liegt im Konzept, das hier auf einzigartige Weise schrittweise und konsequent umgesetzt wird. Der gesamte Betrieb ist darauf ausgerichtet, ein Minimum an nicht-regenerativen Energien zu verwenden. Der Betrieb verzichtet seit einigen Jahren auf jegliche Form der tiefen Bodenbearbeitung durch Maschinen (max. 0,5 to/Achse bei einem Luftdruck von max. 0,8 bar). Um zu einem möglichst schonenden Umgang mit dem Bodenleben zu kommen, hat Sepp Braun sich von Wissenschaftlern die Lebensgewohnheiten von Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen erklären lassen und handelt entsprechend. Es wird nur noch im Bereich von wenigen Zentimetern die Vegetationsnarbe abgeschnitten, auch nur zu Ruhezeiten des Regenwurms im August und Februar. In
der 7jährigen Fruchtfolge wird zwei Jahre eine
Luzerne-Kräuter-Kleegras-Gemenge zur Futternutzung (für
Milchkühe) angebaut. Danach kommt Getreide (z.T.
Saatgutvermehrung) angebaut, meist im Gemenge mit Wildkräutern
(zur Saatgutvermehrung) oder Leindotter als Ölfrucht
[siehe
Das
Script eines seiner Vorträge:
Eine
Präsentation seines Betriebes:
Literatur: Zeitschrift 'Bioland' 1/2002 (S. 6-8), zum Getreideanbau in: H.Niemann: Begleitpflanzen im ökologischen Getreidebau – Regulieren oder Kultivieren; Bad Dürkheim: SÖL 1999; ISBN 3-926104-93-7; S. 61ff
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Margarete und Jakobus Langerhorst , Oberösterreich
Margarete und Jakobus Langerhorst arbeiten seit 1973 auf ihrem kleinen Betrieb von ca. 3,5 ha in Oberösterreich und zeigen dort, wie man auf veganer Grundlage nachhaltig wirtschaften kann. Ihre Methode des Gemüseanbaus basiert auf einem Wechsel zwischen Gründüngungs- und Erntereihen, zunächst auf 5.000 m², jetzt nur noch auf 1.500 m² – bei gleicher Gesamt-Erntemenge (auf derzeit ca. 2kg Gemüse/m²/a - incl. Salate)! Es wird nur oberflächliche Bodenbearbeitung mit der Hand durchgeführt. Dabei wurden außer Saatgut, Gesteinsmehl und etwas Wiesenheu zum Mulchen keine weiteren Betriebsmittel eingeführt. Es gibt keine landwirtschaftlichen Maschinen auf dem Hof, der Anteil an Handarbeit ist in der Saison hoch. Der verwendete Kompost wird aus den pflanzlichen Abfällen des Geländes selbst bereitet. Wurde die Schnecken anfangs noch abgesammelt und weggebracht, hatte sich die Bodenqualität (durch oberflächlichen Humus) nach 15 Jahren so verbessert, dass die Schnecken den Gemüsegarten meiden. Woanders sind sie noch anzutreffen. Der Großteil des Gesamtgeländes ist von Fruchtbäumen und Sträuchern bestanden. Dabei sind Waldgarten ähnliche Situationen entstanden, die dem Gelände sehr reizvoll machen. Es gibt wohl kaum einen Gemüse-Betrieb in Mitteleuropa, der mit so geringem Fremdenergieeinsatz eine so hohe Produktivität besitzt – über mehr als 30 Jahre! Literatur: Artikel:
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Friedrich und Manfred Wenz, Baden-Württemberg
Friedrich und Manfred Wenz bewirtschaften einen Hof in Schwanau, am Rande des Schwarzwalds. Dieser Hof wird schon seit mehr als 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Ausgehend von Problemen wie zunehmende Verarmung der Böden, steigende Kosten bei niedrigeren Erlösen und zunehmende Arbeitsbelastung hat er nach neuen Lösungsansätzen für eine effizienter Landwirtschaft gesucht. 1971 gründete Manfred Wenz zusammen mit 11 weiteren Kollegen den Anbauverband namens “Bioland”. Entgegen der sonst üblichen Praxis stellte er aber bald auf alternative Bodenbearbeitungssysteme um. Über das Kemink-System lernte er aus Sicht des Boden zu denken. Die Bodenbearbeitung findet heute nach dem Wenz Eco-Dyn System statt und so ist es nicht erstaunlich, dass sein Betrieb mit mehr als 20-jähriger Erfahrung zu den am längsten pfluglos wirtschaftenden Betrieben in Deutschland gehört. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen ist es Wenz gelungen, die Qualität seiner Böden erheblich zu verbessern, so dass eine Nährstoffversorgung von außen praktisch nicht mehr nötig ist. Gleichzeitig hat er es geschafft, den Unkrautdruck gegen null und die Arbeits-belastung auf 7 Betriebsstunden/ha zu senken. Der Zuwachs an Humus ist erstaunlich, so dass die Böden immer besser werden. Derzeit
experimentiert Friedrich Wenz, der den Betrieb von seinem Vater
übernommen hat, mit Anbau ohne Bodenbearbeitung. Seit 2004
hat er erfolgreich Soja in einen angewalzten Roggen-Bestand
eingesät, die Ernte lag höher als üblich (siehe
Bilder). Der Betrieb gehört mittlerweile dem Demeter-Verband
an und arbeitet mit biologisch-dynamischen Spritzungen nach
Podolinsky (Australien). Mehr Informationen auf der Webseite
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Diese kleine Farm an der Grenze zu Wales sucht sich seit vielen Jahren Wege, wirtschaftlich produktiv mit der Permakultur zu arbeiten. Dadurch haben sich einzelne Betriebszweige entwickelt, die sich selbst tragen können. Was sich nicht mehr rechnet, wird geändert oder abgeschafft. Die Betriebszweige sind z.B.: Gemüseanbau mit Abokisten-Vermarktung, Produktion und Verkauf von beimpften Shiitake-Holzstämmen und Comfrey-Flüssigdünger, Stecklinge von Flecht- und Energieweidensorten.
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Serge
Berthier betreibt eine kleine Gärtnerei in der Nähe von
Toulon nahe dem Mittelmeer. Er hat seine Maschinen in die Ecke
gestellt und baut seine Gemüsekulturen im Dauer-Mulchsystem
an. Die einzige Bodenbearbeitung übernehmen die Hühner,
die im „Hühnertraktor“ nach Bedarf auf die
Fläche gesetzt werden. Einen älteren Bericht über
diese Gärtnerei finden Sie
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Noch zwei nicht-kommerzielle Vorbilder |
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Mein
eigener Ansatz ist von der Arbeit David Holmgrens geprägt,
dem Mitentwickler des Permakultur-Konzeptes. Seine systematische
Herangehensweise und wissenschaftlich fundiertes Verständnis
der praktischen Arbeit beeindrucken mich seit unserem ersten
Treffen in 1994. Sein Schreibstil ist anspruchsvoll, aber
prägnant. Mit seinem Buch „10 years
of
sustainable
living“
über seine
Erfahrungen auf seinem Grundstück hat er einen Maßstab
für Fallstudien zur Permakultur gesetzt. Es ist keine
Literatur auf deutsch von ihm erhältlich. Seine Webseite:
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Der
Agroforestry Research Trust ist im engeren Sinne kein
landwirtschaftlicher Betrieb. Die Grundlagenarbeit von Martin
Crawford bezüglich der Nutzung von Pflanzen für solche
Systeme möchte ich dennoch würdigen. Einen
Besuchsbericht finden sie
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Beratung für nachhaltige Landnutzung Anbau-, Innovations- und Betriebsberatung – Konzeptentwicklung – Gesamtplanung |
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Agroforstsysteme – Mulchanbau und Direktsaatmethoden – Mischfruchtanbau – Ökolandbau – Freiland-Tierhaltung – Sonderkulturen – Selbsternte – Waldgärten – Wildobst – Essbare Wildkräuter, Blüten und Stauden: Ein Angebot von Burkhard Kayser |
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[ Impressum ] © Perma – Beratung & Design, Burkhard Kayser, www.nachhaltige Landnutzung.de |
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