Beratung für nachhaltige Landnutzung

 

 

Anbau-, Innovations- und Betriebsberatung – Konzeptentwicklung – Gesamtplanung

 

 

 

 

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Nachhaltige Landnutzung:

Forschung, Entwicklung, Erprobung & Recherchen


 

Nachhaltige Landnutzung ist ein offenes Konzept, das sich laufend in Entwicklung befindet. Um Ihnen bei meinen Beratungen den aktuellen Stand der praktischen und wissenschaftlichen Erfahrungen bieten zu können, bilde ich mich fortlaufend weiter. Dazu investiere ich viel Zeit in die Recherche von aktuellen Praxis­ergeb­nis­sen und wissenschaftlichen Arbeiten im In- und Ausland. Ich arbeite mit Praktikern ( siehe  Betriebsbeispiele), Beratern, Universitäten und anderen Institutionen zusammen und stehe im engen Austausch mit Kollegen und Forschern des europäischen Agroforst-Netzwerkes (siehe Referenzen). Weiterhin arbeite ich an Feldversuchen, initiiere wissenschaftliche (Diplom-) Arbeiten sowie Versuchs­pflanzungen auf verschiedenen Betrieben. Im folgenden erhalten Sie einen Eindruck von meinen Schwerpunktbereichen.

 

 

 

 

 

Nachhaltige Landwirtschaft

Agroforstsysteme

Mulch und Untersaaten im Gemüseanbau

Essbare Stauden

Sonderkulturen für eine dauerhafte Landwirtschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachhaltige Landwirtschaft





Wie die Nachhaltige Landwirtschaft in die Erwerbslandwirtschaft und -Gemüsebau zu übertragen ist, zeigen mittlerweile einige Betriebe. Ich stehe in engem Kon­takt zu den Betriebsleitern, um mich auszutauschen und von ihren Erfahrungen zu profitieren.

Diese Betriebe zeigen als ganzes oder in Teilbereichen die Umsetzung des Konzeptes der Nachhaltigen Landnutzung auf: Minimalbodenbearbeitung, Mulchsysteme, Agroforst­systeme, Integration von Kunden usw. Die in Mitteleuropa verfügbaren Erfahrungen recherchiere ich und biete sie Ihnen bei meiner Beratung individuell zuge­schnitten, in den Kursen und Vorträgen in komprimierter Form an.

Denken Sie bei der Umsetzung an das Wachstum eines Baumes: Er kann schnell wachsen, doch es braucht Jahre und Jahrzehnte, bis er seine volle Größe erreicht hat. Das gilt auch für die Umsetzung von nachhaltiger Landwirtschaft.

Einen Eindruck der möglichen Anbaumethoden und Kulturen erhalten sie weiter unten und bei den Betriebsbeispiele.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Agroforstsysteme












 

Gehölze sind durch ihre Langlebigkeit gut geeignet sind, dauerhafte Landschafts­strukturen zu bilden. Durch die Anlage von Hecken, Waldgärten oder anderen Baumpflanzungen werden die Wuchsbedingungen für Garten- und Ackerpflanzen verbessert, indem das Mikroklima durch Windschutz und Feuchtigkeitsregulierung optimiert und Lebensraum für Nützlinge geschaffen werden.

Ich beschäftige mich seit 1993 mit modernen kommerziellen Agroforstsystemen, um diese positiven Wirkungen der Gehölze auch in die Erwerbslandwirtschaft einzuführen. Dabei werden beispielsweise Baumreihen in Nord-Süd Richtung angelegt (Alley-Cropping), die einen Gehölzertrag bieten, ohne das Ertrags­niveau erheblich zu senken.

Dazu führe ich ein kleines wissenschaftliches Archiv, stehe in Austausch mit den führenden Forschern in Europa und habe verschiedene Exkursionen u.a. nach England unternommen, um einen Eindruck aus der Praxis zu bekommen. Ich biete Beratung für Landwirte und Institutionen, war an einem europäischen Forschungsprojekt beteiligt und fuhr als Berichterstatter für das Bundesministeriums für Landwirtschaft (BMVEL) 2004 auf der Weltkonferenz für Agroforstsysteme in Orlando/Florida. Derzeit führe ich ein Projekt in Berlin für eine Partei übergreifende Politikberatung durch, mit dem Ziel, Agroforstsyteme in Bundesgesetzen zu verankern.

Mehr Informationen zu meiner Arbeit in diesem Bereich finden Sie unter  www.Agroforst.de



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mulch und Untersaaten im Gemüseanbau







Die meisten unserer Gemüse sind einjährige Pflanzen, die spät den Boden decken. Deshalb ist ihr Anbau mit einer besonderen Erosionsgefahr für den Boden verbunden. Die Verwendung von Mulch und Untersaaten stellt eine gute Möglichkeit dar, deren Anbau ganz oder zumindest weitgehend ohne Bodenbearbeitung durchzuführen. Da hierzu in Deutschland kaum Erfahrungen verfügbar sind, habe ich vor über 10 Jahren angefangen, die wenigen Informationen zum Thema Mulchanbau in unserem Klima zu systematisieren und verfügbar zu machen. Mehr dazu finden Sie unter  www.Mulchinfo.de

Darüber hinaus sind in Kooperation mit Gemüsebauern verschiedene Feldversuche konzipiert und durchgeführt worden. Eine Versuchsreihe besteht aus der Kombination von Winter-Gründüngung und Sommergemüse. Die winterharte Gründüngung (Grünroggen, Winterwicke, Inkarnatklee) wird im Frühsommer abgemulcht und danach mit Sommergemüse bepflanzt (im Bild oben sind Fenchel und Salate). Bei guter Kulturführung kann man auf eine Beikrautregulierung vollständig verzichten. Gut geeignet ist dieser Anbau beispielsweise für Kürbis. Er wurde mit großem Erfolg mit Sojabohnen als Feldgemüse von Friedrich Wenz durchgeführt, indem er nur Roggen verwendete, diesen aber umwalzte und direkt hinein gesät hat. Derzeit wird von mir eine zweite Versuchsreihe mit Feingemüse konzipiert, die wieder unter Erwerbs­bedingungen stattfinden soll.

Wenn Sie weitere Anregungen zu diesem Thema suchen, empfehle ich Ihnen den  Artikel von Dr. Richard Stirzaker  www.publish.csiro.au/?paper=EC69p11a vom Australischen Forschungsinstitut CSIRO über die Verwendung von Klee als 'In Situ Mulch' für Gemüseanbau sowie die Links und Konzepte der  Minimalbodenbearbeitung .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Essbare Stauden



Neben den einjährigen Gemüsepflanzen gibt es eine Reihe von essbaren Stauden, also mehrjährigen, nicht verholzenden Pflanzen. Dazu zählen u.a. der (Grün-)Spargel, Topinambur, Winterheckezwiebel oder Rhabarber. Diese machen bei guter Kulturführung deutlich weniger Arbeit als einjährige Pflanzen, zum Beispiel im Dauermulch. Darüber hinaus gibt es weitere essbare Wild- und Zierstauden, die eine Platz in der Vermarktung und Küche verdient hätten und zum Teil in anderen Ländern auf dem Speiseplan stehen. Stellvertretend seien hier die Taglilie (Hemerocallis sp.> Blütenknospen), der Wiesenknöterich (Polygonum bistorta >Blätter) und der Meerkohl (Crambe maritima >Sprossen) genannt. Diese Pflanzen sind zwar verfügbar, werden aber selten verwendet. Als Koch und Gärtner habe ich zahlreiche dieser Pflanzen angebaut und getestet.

Alexander Heil hat sich auf meine Anregung hin die Arbeit gemacht und eine hervorragende Diplomarbeit (Recherche) zum Thema „Essbare Stauden im Ziergartengeschrieben. Diese Arbeit ist in überarbeiteter Form als Buch erhältlich    Literatur ). Eine Übersicht mit vielen weiteren Informationen zu den essbaren Pflanzen ist unter www.edulis.de verfügbar.

Ein Beispiel für die umfangreiche Verwendung von essbaren Stauden im Ziergarten (über 150 verschiedene Arten) finden Sie im Hotel Haferlandin deren Gärten und dem Speisekarte des Restaurants. Siehe Referenzen und  www.Hotelgarten.de/haferlandgarten.de

Einer der erfolgreichsten Betriebe mit essbaren (Zier-)Stauden ist die Wildkräuter-Gärtnerei 'Essbare Landschaften' in Vorpommern, für die ich als Berater tätig bin. Über ihre Internetseite erfahren Sie mehr über ihr Angebot, das Sie dort auch bestellen können. www.essbareLandschaften.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderkulturen für die dauerhafte Landwirtschaft



 

Neben der Produktion von herkömmlichen Kulturpflanzen besteht in der Landwirtschaft die besondere Option, neue oder vergessene Pflanzen anzubauen. Interessant sind dabei besonders mehrjährige Stauden und Gehölze, da diese dem Planungsziel der Dauerhaftigkeit entgegenkommen. Hier stelle ich Ihnen exemplarisch welche vor, mit denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe oder derzeit arbeite.

 

 

Faser-Brennessel

Flechtweiden

Schnittstauden und Schnittgehölze

Wildobst

 

 

 

 

 

 

 

Faser-Brennessel



 

Die Brennesselfaser wird schon seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt. Bisher lag das Hauptproblem darin, dass der grobe Anteil, die Schäben nicht volständig von der eigentlichen Faser zu entfernen waren. Das ergabe einen zwar festen, jedoch kratzigen Stoff. Dem Textilkaufmann Heinrich Kranz ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, die Schäben rückstandslos auf sanfte Art zu entfernen (mit Druck und Wärme). Die äußerst reißfeste Faser erhält eine seidenweiche Textur. Das eröffnet ihr eine große Zukunft. Kranz hat das Patent auf das Verfahren in die Firma Stoffkontor Kranz AG eingebracht, die mit großem Engagement die Renaissance dieses Rohstoffes betreibt. Es gibt mittlerweile viele Landwirte, die für das Stoffkontor eine spezielle faserreiche Brennesselsorte anbauen. Mehr: www.nettleworld.de

Der Vorteil der Brennessel gegenüber beispielsweise Hanf ist ihre Mehrjährigkeit. Sie bedeckt den Boden den größten Teil der Saison und hinterlässt durch den Abwurf der unteren Blätter dem Boden viel Biomasse. Das Wurzelgeflecht schützt den Boden auch im Winter. Böden, die jahrelang von Brennesseln bewachsen waren, zeigen eine sehr gute Krumenstruktur und Lebendigkeit. Damit ist die Brennessel hervorragend für die dauerhafte Bodenverbesserung geeignet.

Infos der TLL:  http://www.tll.de/ainfo/pdf/ness0203.pdf

Weiterhin ist eine Nutzung der Brennessel als Tee-, Medizinalpflanze und Gemüse möglich. Ohne eine passende Vermarktungsmöglichkeit ist von dem Anbau abzusehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flechtweiden

 

Weidenruten, die zu Körben und anderen feinen Flechtwerken verarbeitet werden, müssen als Rohmaterial bestimmten Kriterien genügen, um professionell verarbeitet werden zu können. Dazu zählt beispielsweise eine bestimmte Elastizität, Farbe, Länge oder keine Verästelungen. Die Weiden in der Landschaft genügen solchen Kritereien nur sehr selten. Es gibt spezielle Sorten und Auslesen, die dafür angebaut werden.

Ein Großteil aller gehandelten Flechtweiden für Korbflechter in Deutschland stammen aus Polen, Frankreich, Spanien und China. Es gibt unseren Informationen nach keine größeren Anbauflächen in Deutschland – einem Land, dass die Kopfweiden in vielen Gegenden als schutzwürdig fördert. Auf dem Hof Schlingmann haben wir Anfang 2004 eine Anbaufläche sowie einen kleinen Sichtungsgarten angelegt. Dies geschah in Kooperation mit dem nieder­länd­ischen Weidenanbauer Piet-Hein Spieringhs  www.vlechterij.nl und der Flechtwerkgestalterin Kerstin Eikmeier. Als Fläche wurde eine winterfeuchte Senke ausgesucht, die beim Ackern Probleme bereitet hatte. Die Weiden werden ebenerdig geschnitten, der Schnitt erfolgt maschinell mit anschließend zunächst manueller Sammlung und Sortierung. Bei genügend Nachfrage ist eine Ausweitung geplant. Eine Liste der gepflanzten Arten und Sorten finden Sie  hier .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnittstauden und Schnittgehölze





 

In den letzten Jahren ist der Anbau von Blumen zur Selbsternte populär geworden. Neben den einjährigen Sommerblumen gibt es auch zahlreiche mehrjährige Blumenzwiebeln und Schnittstauden. Auch eignen sich manche Gehölze zum regelmäßigen Schnitt, wie z.B. Kätzchenweiden, Flieder oder Forsythien. In einem Dauer-Mulchsystem hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen. Eine intensive Flächennutzung ist so möglich.

Umgesetzt habe ich diese Sonderkultur als Bestandteil der Gärten im Hotel Haferland und dem Steinschalerhof. Auf dem Hof Schlingmann haben wir aus Amortisations­gründen mit dem Anbau von einjährigen Blumen begonnen und ziehen nebenher die Stauden an, die erstere bald ergänzen und später ersetzen sollen. Im Internet sind zahlreiche Informationen zu Schnittstauden zu finden, z.B.:

Freilandschnittstauden Sortimentssichtung

Schnittstauden für den Spätsommer und Herbst

Stauden zum Blumenschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

Wildobst

Es gibt zahlreiche Obstsorten, die züchterisch wenig oder gar nicht bearbeitet sind. Viele von Ihnen besitzen einen ausgeprägten Geschmack, der eine wertvolle Bereicherung für unseren Speisezettel sein kann. Mehr über meine Arbeit zum Thema Wildobst finden Sie auf meiner Internetseite www.Wildobst.de

 

 

 

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